R&B

Rhythm & Blues, kurz R&B genannt, ist eine der Musikrichtungen, die seit den 1940er Jahrten sehr populär ist. Hinzu kommt, dass dieses Genre teilweise sehr viele andere und unterschiedliche Musikarten stark beeinflusst hat. Die Wurzeln des R&B liegen in den Südstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika, wo dank der Symbiose aus afrikanischen Rhythmen der afroamerikanischen Sklaven und europäischer Instrumente und Harmonien eine starke, kraftvolle und sehr emotionale Musikrichtung entstand. Ganz zu Anfang wurde diese Musik eher in der Community der Afroamerikaner gespielt. Hier konnten die Menschen bei hypnotisierenden Rhythmen ihren harten Alltag vergessen und sich vollkommen der Musik hingeben und, sexuell aufgeladen, sich einfach gehen lassen. Garniert wurden die musikalischen Stücke mit virtuosen Gesangseinlagen, bei denen die energiegeladene und kräftige schwarze Stimme beziehungsweise Stimmen im Vordergrund standen. Die gesungenen Passagen konnten so starke Emotionen transportieren und standen mit ihrer Trauer, Wut und dem Begehren im krassen Gegensatz zu der schnellen und hektischen Musik durch die Instrumente. Wo in den 1950ern der R&B maßgeblich den Rock`n`Roll beeinflusste, ist er heutzutage nicht mehr vom Hip-Hop, Soul oder Pop wegzudenken. Denn mittlerweile ist der R&B im Mainstream angekommen.

R&B heute

In den 1990er Jahren begann, nach den Erfolgen der 50er Jahre, der zweite Siegeszug des R&B. Dies lag unter anderem daran, dass durch den Rap und das Breakdancen afroamerikanische Musik wieder tauglich für die Charts wurden. Wo Ende der 1970er und in den 1980ern Rap und Disco die Clubs beherrschten, schlich sich der R&B langsam aber sicher in die Ohren und Herzen der Zuhörer. Dies ist unter anderem dem Konzept der Boy- und Girlbands zu verdanken, die meistens als Trio in Erscheinung traten. Die Musik wurde beatlastiger und die Gesänge noch verführerischer und emotionaler. Viele Musikkritiker sagen, dass sich durch diese Art des R&Bs der Rap zum tanzbaren Hip-Hop veränderte, der ab den 2000ern in den internationalen Charts Einzug hielt. So stellten die meisten Poster in den Jugendzimmern weltweit nun Acts wie TLC, SWV, Blackstreet, Destiny’s Child oder andere Künstlerinnen und Künstler dieses Genres dar. Black Music war somit aus den Charts nicht mehr wegzudenken und nahm hohe Positionen in den Hitlisten in Anspruch. Die Fans dieser Musik waren insbesondere von den Choreografien und den sinnlichen Tanzbewegungen angezogen. Kurse, die diese Dancemoves vermittelten, schossen wie Pilze aus dem Boden. Viele Filme dieser Zeit behandelten auch das Thema von jungen Menschen, die entweder solo oder in einer Gruppe musikalischen Erfolg erreichen wollten und dabei auch noch gute Tänzerinnen und Tänzer waren. In den Glanzzeiten des R&B hatte man als Musikliebhaber und Tanz-Fanatiker das Gefühl, dass Clubs, TV, Filme, Radio und die Charts von dieser Musik beherrscht wurden. Auch heute noch sind die meisten Acts dieser Zeit kommerziell erfolgreich und stürmen weiterhin die Charts.